Kauf-Ratgeber: Wie wählt man die besten Skier aus?

DIE SKITESTS: WIE SIND SIE ZU NUTZEN?

Die Geschäfte legen einem generell nur eine geringe Auswahl an Skimodellen ans Herz von denen sie eine Referenz haben. Es fällt einem somit meist schwer eine zuverlässigen Beratung bezüglich des passenden Modells zu finden. 

Skitests haben folgende Vorteile:

  • Sie werden unabhängig von verkauften Produkten der Händler erstellt.
  • Sie werden mit Hilfe professioneller Tester oder Menschen mit guten Technikkenntnissen umgesetzt.
  • Sie werden in einem präzisen methodischen Rahmen umgesetzt (Schnee, Gelände, Benotung, etc. ... ).
  • Sie ermöglichen Ihnen eine präzise Entscheidung zwischen einer großen Auswahl an Modellen.

Die Skitests identifizieren meist die «Empfehlungen der Tester » für jeden Marktbereich. Es handelt sich somit um die «besten Skier» ... gemäß  eines Anforderungskataloges, welcher zumeist von professionellen Skifahrern, von einem hohen technischen Niveau, für den Test festgelegt wird.

In vielen Fällen ist das vom Test hervorgehobene « beste Skimodell »  nicht unbedingt das Modell, das an Ihre Bedürfnisse angepasst ist. Es kann sich sogar herausstellen, dass ein Skimodell, das zwar etwas geringer bewertet wurde, für Sie zugänglicher und vielseitiger ist und so eine sinnvollere Wahl darstellt. Lesen Sie die Meinungen der Tester und treffen Sie die richtige Wahl, indem Sie dabei Ihr Niveau und Ihre Praxiserfahrung berücksichtigen.

 

GEARSCORE hat sich zur Aufgabe gemacht, Internetnutzern zu ermöglichen, Ihren Bedürfnissen nach die besten Skier zum besten Preis kaufen können.

Die Auswahlpolitik von GEARSCORE ist deshalb darauf ausgelegt, den Internetnutzer hinsichtlich der Informationsrelevanz zu leiten: Ein methodologischer Rahmen, das Niveau der Tester, das technisches Know-How, die Unabhängigkeit der Marken, die Unterschiedlichkeiten der Produkte, die Messung der Biegsteifigkeit, etc. sind unter anderem Kriterien, die berücksichtigt werden.

Wir testen keine Skier in den Bergen, wie man eine Konservendose am Ende einer Herstellungskette testen würde. Die Wetterumstände, der Boden, die Schneebedingungen, die Tester, die zu vergleichenden Modelle sowie der vom Herausgeber vorgesehene methodologische Rahmen sind unter anderem Kriterien, die die Bewertung von Skiern beeinflussen können. Infolgedessen kann die Bewertung der selben Skier zwischen verschiedenen Tests oder Jahreszeiten variieren. Unserer Erfahrung nach liegen allerdings nur selten vehemente Unterschiede hinsichtlich der Bewertungen vor.

 

 

 

WÄHLEN SIE DIE PERFEKTEN SKIER

Für welchen Anwendungsbereich möchten Sie Skier kaufen?

  • Piste, Tiefschneefahren, eine Mischung aus beidem?
  • Geringe/ mittlere / steile Neigung? 
  • Glatter oder hügeliger Boden?
  • Weicher oder harter Schnee?
  • Methode: Stoppschwung oder geschnittene Schwünge? 
  • Kleine Kurven, große Kurven, hohe Geschwindigkeit?

 

 

 

 

  • Schwach: Anfänger oder vorsichtige Fahrer.
  • Mittel: In der Lage sein, die Skier parallel zu halten, gleitend zu fahren, sich bei mittlerer Neigung wohl zu fühlen (rote Piste).
  • Gut: In der Lage sein, zu carven, sich bei starker Neigung wohl zu fühen.
  • Experte: Fortgeschrittenes Carving-Level (gute schnittige Kurven sind vorhanden), Wohlgefühl bei jeglicher Art von Schnee, bei sehr starker Neigung und beim Tiefschneefahren. 

Sie können ein Skimodell auswählen, das Ihrem technischen Niveau leicht überlegen ist.

Definieren Sie im Vorfeld die Kategorie, die zu Ihren Bedürfnissen passt.

Konzentrieren Sie sich auf die Kategorien, die Zugänglichkeit bevorzugen (zum Beispiel "Easycarver" bei Proskilab, "Pistenglück" bei Neveitalia), falls Sie Anfänger oder vorsichtiger Fahrer sind.

Wählen Sie Ihre Kategorie gemäß Ihren Erfahrungen, wenn Sie über ein fortgeschrittenes Niveau oder Expertise verfügen: 

  • Slalomcarver: Falls Sie Fortgeschrittener mit einem hervorragenden Gesundheitszustand sind, der agile und leichte Skier bevorzugt.
  • Racecarver: Falls Sie Fortgeschrittener mit einem hervorragenden Gesundheitszustand sind, der Schnelligkeit und große Kurven bevorzugt.
  • Sportcarver: Falls Sie sich ein sportliches Skimodell wünschen, welches weniger speziell und weniger fordernd im Vergleich zum Slalomcarver oder Racecarver ist.
  • Piste "Cruiser": Falls Sie sich ein homogenes Skimodell wünschen, welches einerseits über Komfort, aber auch über ein gutes Leistungsniveau verfügt.
  • All Mountain: Falls Sie sich ein Skimodell wünschen, mit dem Sie sich auf der Piste genauso wohl wie im Tiefschneegebiet fühlen möchten.
  • Freeride: Falls Sie die Skier ausschließlich im Tiefschneegebiet nutzen möchten.

Sobald Sie eine Kategorie ausgewählt haben, entscheiden Sie sich für die Skier, die Ihren Bedürfnissen gemäß der Kommentare in den verschiedenen Kategorien entsprechen: Die Noten, die Meinungen der Tester, der Verkaufspreis, etc.

Bei Ihrer Entscheidung stellt der Preis einen wichtigen Faktor dar. Aus diesem Grund klassifiziert GEARSCORE die Angebote dutzender europäischer Anbieter auf eine Art und Weise, die Ihnen gewährt den bestmöglichen Preis einzusehen.

Die Rubrik « Angebote Skier » ermöglicht Ihnen im Übrigen von guten Angeboten zu profitieren. 

Alle Skier im Sale sehen

 

DIE SKIKATEGORIEN

Dieses sind Skier, die beim Slalom fahren, Racecarven oder beim Super-Riesenslalom von Rennläufern genutzt werden und vom Internationalen Skiverband (FIS) genormt werden. 

Diese Skier sind sehr anspruchsvoll und für den exklusiven Gebrauch im Rahmen der Wettbewerbe konzipiert worden. Sie sind in keinster Weise für den freizeitlichen Gebrauch geeignet.

 

 

 

 

Diese Skier mögen sich zwar oft auf « FIS » Skier inspirierend auswirken, sind allerdings weniger rigide und toleranter. Somit passen sich diese an die Bedürfnisse eines sportlichen Klientels an, wobei sie nicht im Rahmen eines Wettbewerbes einsetzbar sind.

Slalomcarver zeichnen sich durch einen minimierten Kurvenradius , eine schnelle Bewegung, einen ausgezeichneten Halt sowie durch eine guten Aufschwung am Ende der Kurve, aus.

Racecarver sind besonders für schnelle Kurven geeignet. Sie haben einen längeren Kurvenradius und zeichnen sich vor allem herausragend in Griff und Stabilität aus.

Im Allgemeinen setzen diese Skier ein gutes Niveau im technischen und sportlichen Bereich voraus.

Alle Skitests für Slalomcarver und Racecarver sehen

 

 

Es gibt verschiedene Unterkategorien:

  • Skier für die Einführung

Diese Skier sind vor allem für Anfänger geeignet. Sie sind relativ flexibel, was den Schneepflug, den gerutschten Schwung und das Kurven fahren, begünstigt. Gewisse Tests, wie Proskilab, beziehen in ihren Anforderungskatalog die Möglichkeit, die Skier auch für Carving zu nutzen, mit ein.

  • Sportcarver

Diese Skier sind auf die Leistung ausgerichtet und verglichen mit Slalomcarvern oder Racecarvern weniger spezialisiert.

  • Allround Skier 

Die größten Skier messen ca. 80mm bis 85 mm Taillenbreite und zeigen ein gutes Fahrverhaltens bei jeglicher Art von Schnee. Weiterhin können Ihnen die Skier ermöglichen abseits der Skipiste zu fahren.

Gewisse Länder sind mehr auf Skipisten hin ausgerichtet. Die « Allround » Skier werden deshalb manchmal mit den « All mountain ». Skiern verwechselt.

 

Diese Skier sind auf eine exklusive Anwendung im Tiefschnee hin ausgerichtet. Sie werden für die Auftriebskraft und die Handhabung im Pulverschnee sowie für die Passagen auf den Buckelpiste entworfen. Infolgedessen sind sie sehr groß (mehr als 100mm in der Kufe) und fast immer mit Rockern (Erhebung der Lauffläche im vorderen und/ oder hinteren Bereich der Skier) ausgestattet.

Dieses Segment wird manchmal in zwei Unterkategorien geteilt:

  • « Fat freeride » (große Skier mit einer klassischen Form)
  • « Big mountain rocker » (große Skier mit ausgeprägten Rockern und auch gelegentlich einer seitenverkehrten Camber)

Die Größe, der Mangel an Starre, die ausgeprägten Rocker sowie die seitenverkehrte Camber dieser Skier schränken wiederum oft ihr Fahrverhalten auf den Skipisten ein.

Alle Tests von Freeride Skiern sehen

 

 

Diese Skier wurden für die  wechselnde Nutzung von Skipisten und Tiefschnee konzipiert.

Zumeist hebt der Markt dabei zwei Unterkategorien hervor:

  • « All Mountain » Skier, die Fahrten auf der Skipiste begünstigen

Diese Skier werden wie folgt bezeichnet: "All Mountain 70% Skipiste /  30% Freeride » (FR), « All-Mountain East » (USA), « All-Mountain Frontside » (USA).

Diese Skier haben eine Taillenbreite von 85mm bis 92mm, was Ihnen ein gutes Fahrverhalten auf der Skipiste ermöglicht. Die zusätzliche Länge und ein vorderer Rocker lassen ein korrektes Fahrverhalten bei Tiefschnee zu. Sie haben hier die idealen Skier gefunden, falls Sie die Skipiste mögen und dennoch bei guten Bedingungen manchmal den Tiefschnee genießen wollen.

  • Vielseitige « All Mountain » Skier

Diese Ski sind gleichermaßen für die Piste und abseits davon ausgelegt. Sie heißen « All Mountain 50% Piste / 50 % Freeride (FR) », « All-Mountain West » (US) und « All-Mountain Back » (US).

Mit einer Taillenbreite zwischen 92mm und 100mm sind diese Skier für eine nicht perfekt präparierte Piste / abseits der Piste gemacht.

  • Auf Freeride ausgelegte « All Mountain » Skier

Gewisse Tests und Hersteller zeichnen die Kategorie 30% Skipiste/ 70% Freeride aus.

Bemerkung: Man muss anmerken, dass die Einstufung « All Mountain » je nach Land variieren kann. In Deutschland, Australien oder Italien, wo die Skikultur mehr auf Skipisten hin ausgerichten ist, beinhaltet diese Kategorie schmalere Skier, dessen Größe zwischen 80mm und 92mm beträgt. Die größten Skier werden dabei als « Freeride » eingestuft.

Alle All Mountain Skitests sehen

 

 

  

Freestyle Skier wurden für Snowparks und "Tricks" entworfen. Sie zeichnen sich durch eine Schaufel am Skiende aus, sodass das Switchfahren begünstigt wird. Die Gewichtszentrierung erleichtert die Entwicklungen in der Luft, der « Pop » (Energie, die durch das Skiende bei einem Sprung rückwirkend freigesetzt wird) sowie das gegensätzliche Stoppen der Skier, sind geschätzte Kriterien bei der Wahl dieses Modells.

Gewisse Skier wurden für Freestyle Aktivitäten und Sprünge im Tiefschnee konzipiert worden. Dazu gehören beispielsweise die Modelle « All Mountain Freestyle », « Freestyle Backcountry » oder « Powder Freestyle ».

Dank eines Skifells aus Robbenfell und der Anbringung einer Tourenski-Bindung für ein freies Skiende ermöglichen diese Skier einen leichten Aufstieg. Der Tradition nach sind Tourenski schmal geschnitten, um schnittiges Fahren zu begünstigen und von leichtem Gewicht zu sein. Allerdings bieten Hersteller nun auch größere Skier an, die Ihnen beim Aufstieg ermöglichen, ein wenig von der Leistungsstärke der Skier zu profitieren. Somit können Sie den Abstieg ebenfalls mehr genießen.

Alle Tests der Tourenski und Freerando sehen

« Freerando » Ein relativ neuer Bereich auf dem Markt, der eine Mischung aus Tourenski und Skiern des Freeride darstellt. Freerando Skier sind eine verminderte Variante von Skiern  aus dem Freeride oder All Mountain-Bereich, die über eine Tourenbindung oder eine zusammengesetzte Befestigung verfügen. Ausgehend von jeglichem befahrbaren Milieu, erlauben diese Skier den Freeride-Fahrern ihr Aktionsgebiet zu erweitern und noch unberührte und zuvor unzugängliche Hänge aufzusuchen. Weiterhin unterstützen die Skier das Fahrverhalten beim Abstieg und sind somit generell schwerer als gewöhnliche Tourenski. Infolgedessen werden diese Skier kein Erlebnis von großen Höhenunterschieden begünstigen.

Alle Tests der Tourenski und Freerando Skier sehen

 

 

DIE WICHTIGEN PUNKTE BEI DER AUSWAHL EINES SKIMODELLS

Die Form der Skier wird einen ausschlaggebenden Einfluss auf das Fahrverhalten haben. Die genaue Sichtung der Form eines Skimodells wird Ihnen somit einen kleinen Einblick in das Spektrum der Möglichkeiten bieten.

Moderne Skier, sogenannte « parabolische Skier», haben eine "schmale Taille", die mehr oder weniger betont wird (taillierter Ski mit genannt), welche das Fahrverhalten der Skier im Zusammenspiel mit anderen Faktoren  beeinflussen. Dabei spielen vor allem Dinge, wie die Verteilung des Flex, das Gewicht des Skifahrers, etc. eine Rolle.

Eine betonte Form weist meist darauf hin, dass die Skier für die Skipiste entworfen wurden. Sie ermöglicht den Skiern bei schnittigen Fahrten mit einem kürzeren Kurvenradius, die Form auf der Skikante leichter abzuändern (parabolischer Effekt).  Zudem haben Slalomcarver und Carving Skier meist eine sehr "taillierte" Form. Racecarver haben wiederum einen längeren Kurvenradius und eine verminderte radikale Form.

Im Gegensatz dazu, haben All Mountain und Freeride Skier geradlinigere Formen, um die Tragfähigkeit auf Pulverschnee zu verbessern, schnittige Fahrten zu erleichtern und eine Verankerung des Skiendes bei schwierigem Schneezustand zu vermeiden.

Die Form ist mehr oder weniger durch die Seitenlinien gekennzeichnet, die die Größe des Spachtel (Anfang der Skier), die Taillenbreite (Skimitte) und das Skiende (Ende der Skier), in Millimetern anzeigt. Ein großer Unterschied zwischen den Maßstäben des Spachtel, der Kufe und des Skiendes weisen auf eine ausgeprägte Form hin

 

Skier sind so konzipiert, dass sie je nach Gewicht des Skifahrers und der einwirkenden Stärke ihre Form verändern können. Die Verteilung des Drucks der Skier auf dem Schnee ist ein wichtiger Punkt.

Im Idealfall wird der Flex allmählich auf der Länge verteilt. Indessen scheint es, dass Händler bewusst folgende Wahl bevorzugen: Eine beweglichere Vorderseite, um die Einführung der Biegung bei Beginn der Kurve zu erleichtern, und ein rigides Skiende, um den Halt und Wiederaufschwung zu begünstigen.

 

Der Rocker ist eine Erhöhung des Skis, der sich nach der Schaufel (vorderer Rocker) oder beim Skiende (hinterer Rocker) befindet.

Die meisten modernen Skier haben einen vorderen Rocker. Hierzu gehören auch gewisse Skier der Modelle Slalomcarver und Racecarver.

Der Rocker bringt für Anfänger eine sichere Handhabung beim Drehen der Skier, sowie eine verstärkte Toleranz bei unterschiedlichen Schneearten mit sich und begünstigt somit zusätzlich die Tragfähigkeit im Pulverschnee bei den Skimodellen All Mountain und Freeride. 

Der vordere Rocker muss trotzdem mit Vorsicht genutzt werden. Sobald er überhöht ist, schadet er der Einleitung von Kurven (die zu hohe Schaufel kann nicht mit eingebracht werden). Auch können so die Stabilität und Präzision der Skier (Verlust der Kantenlänge, schwebende und aufklatschende Schaufel bei schneller Geschwindigkeit) negativ beeinflusst werden.

 

 

 

 

Um alles zu vereinfachen, kann man sagen, dass es drei unterschiedliche Arten der Krümmung gibt, welche meist mit vorderen und/ oder hinteren Rockern in Verbindung gebracht werden:

  • Die klassische Krümmung

Der Ski berührt den Boden flach an den Enden, die Mitte bleibt allerdings erhöht. Die Schaufel ist dafür bestimmt, die Wiederaufnahme des Drucks, der durch die Aktion des Skifahrers freigesetzt wird (Gewicht + horizontale und vertikale Beschleunigung) und sich auf die Länge der Skier und die Kanten auswirkt, zu erleichtern. Diese Art von Schaufel wird generell bei den Skiern für Skipisten oder für die All Mountain Skier genutzt.

  • Die flache Krümmung

Der Ski berührt auf der ganzen Länge flach den Boden, abgesehen vom vorderen und hinteren Rocker. Diese Art von Schaufel wird bei den All Mountain und Freeride Skiern genutzt.

  • Die seitenverkehrte Krümmung 

Der Ski berührt den Boden mit seiner Skimitte und erhebt sich nach und nach bis hin zu den eventuellen Rockern.

  • Die Form der Schaufel

Die Form der Schaufel sowie der Rocker beeinflussen das Fahrverhalten der Skier beim Einfahren der Kurve.

Der Kurvenradius der Skier bezeichnet den Kurvenradius der Wölbung, die auf natürliche Weise entsteht, sobald man den Skiern einen Winkel und Druck hinzufügt. Der Radius kann bei Skiern für die Freizeit zwischen 11m und 30m  variieren. Umso kürzer der Kurvenradius ist, umso wohler fühlt man sich selbst bei kleinen Kurven auf den Skiern. Eine gegensätzliche Wirkung wird somit bei einem längeren Kurvenradius freigesetzt. 

Eine ausgeprägte Form (Skier mit einer besonders schmalen Taillenbreite) ermöglicht die Verkrümmung der Skier zu erhöhen und die Kurven zu verkürzen. Umso ausgeprägter (Skier mit einer besonders schmalen Taillenbreite),  umso kürzer die Kurven. 

 

Die Größe eines Skis wird durch seine Taille in der Skimitte (Mitte des Skis) in Millimetern ausgedrückt. Umso geradliniger ein Ski ist, umso mehr ist er für die Skipiste geeignet. Dabei ist die Durchfahrgeschwindigkeit von Kurve zu Kurve wichtig. Umso größer die Taille, umso angepasster ist der Ski an die Offpisten, an den Pulverschnee (erhöhte Tragfähigkeit) und an unterschiedliche Schneearten. Die Größe der Skier ist meist dem gewerblichen Titel zu entnehmen. 

Bsp.: Rossignol « Experience 94 TI » gibt an, dass der Ski eine Skimitte von 94 mm hat.

Es gibt zwar Arten der Herstellung:

  • Die Einspritzung

Das Mousse wird, manchmal gemischt mit anderen Komponenten, in die Gussform gespritzt. Um den Kern zu bilden, erhitzt man die Form im Anschluss. Dieses ist ein wirtschaftlicher Produktionsvorgang, der die Herstellung von Einsteigermodellen ermöglicht. Das technische Niveau dieser Skier hängt vor allem von den Verstärkungsmaterialien ab, die beim Einspritzen integriert werden.

  • Das Sandwich

Das Sandwich ist eine Überlappung von Materialien, die daraufhin unter Druck in eine Form gebracht werden. Die meisten Skier werden mit Hilfe dieser Methode hergestellt. In der Mitte des Sandwiches, kann man anschließend den Kern wiederfinden, welcher meist aus Holz besteht (wood core). 

Eine Vielzahl von hochwertigen Skiern basiert auf der Verwendung von Materialien, die die mechanischen Merkmale und das Fahrverhalten der Skier zu verbessern sollen. Folglich eine Auflistung der prinzipiellen Materialien, die genutzt werden:

  • Titanal

Der Name mag zwar den Anschein erwecken, doch es handelt sich nicht um Titan (seltenes und teures Metall). Der kommerzielle Name deutet auf eine Legierung aus Aluminium und Zink, die hervorragende mechanische Eigenschaften aufweist. Skier aus diesem Material kann mit Hilfe eines "Ti" erkennen, das im Namen der Skier integriert ist.

  • Zicral

Eine andere Legierung auf der Basis von Aluminium.

  • Kohlenstoff

Kohlenstoff wird meist dafür verwendet, um den Ski eine Leichtigkeit zu geben und die Steifigkeit zu verbessern.

Als Kanten sind die metallischen Umrandungen der Skier zu verstehen, die Ihnen den Halt auf hartem Schnee erlauben. Nur sehr wenige Käufer werden sich mit dem Entwurf dieser Skikanten befassen bevor Sie ein Modell bewusst auswählen. Nichtsdestotrotz können einige Informationen hierzu für Sie immer sehr nützlich sein.

Der Winkel der Kanten stellt den Winkel, der die horizontale Form der Kante mit der Lauffläche der Skier bildet, dar. Dieser Winkel variiert zwischen 90° (rechter Winkel) und 85°. Umso kleiner dieser Winkel ist, umso "spitzer" ist die Kante und bietet mehr Halt. Wiederum werden die Skier weniger tolerant und die Kanten empfindlicher sein. Sie stumpfen ebenfalls leichter ab und nehmen mehr Pflege in Anspruch.

Die Kanten von für die Freizeit genutzten Skier verfügen meist über einen Winkel von 88° bis 90°. Skier, die als wettbewerbsfähig oder leistungsstark eingestuft werden, zeigen meistens einen schwächeren Winkel. Freeride und All Mountain Skier haben generell einen rechten Winkel von 90° oder sogar 89°, da der Bedarf nach halt weniger wichtig ist und der Winkel bei wichtigen Einschränkungen (Steine, etc.) Stand hält.

In den USA sieht man einen Winkel als "side edge angle" an, der so viel misst, wie die Kante und die Vertikale zusammen.

Der « Kantenfall » oder « base edge angle » (USA) gibt den Winkel an, der zwischen 0° und 2° variiert, und den man den Kanten seitens des Schnees hingegen der Lauffläche hinzufügt. Bei 0° ist die Innenseite der Kante hin zur der Lauffläche ausgerichtet, was sehr selten vorkommt. Sobald dieser Winkel über 0° liegt, befindet sich der Ski flach auf der Lauffläche, sodass die Enden der beiden Kantenabschnitte, die Frontansicht, sehr leicht erneut ansteigen. 

Der Kantenfall ermöglicht nun die Verbesserung des Einsatzes  von Kanten und des Fahrverhaltens der Skier bei Drehungen, Stoppschwung oder Carving. Der Ski dient weniger dem Halt und ist wiederum sanfter und toleranter im Umgang. Somit eignet sich dieser besonders für Anfängermodelle. Generell verfügt ein derartiges Modell, wettbewerbsfähige Skier mit einbegriffen, über 0,5°.

Die Lauffläche ist ausschlaggebend und wirkt sich somit grundlegend auf das Fahrverhalten der Skier aus. Das verwendete Material besteht aus einer hohen Dichte von Polyethylen und wird sehr für seine wasserabweisende Qualität und Nachhaltigkeit geschätzt.

Die Lauffläche der Skier ist so strukturiert, dass das Abfließen von Wasser erleichtert und der Kontakt mit Schnee auf der Oberfläche der Skier vermindert wird. Die Struktur enthält somit eine Viehlzahl von Mikro-Rillen, die sich raffiniert an die Funktionen der Skikategorie anpassen.

DIE SKILÄNGE BESTIMMEN

Sie haben den besten Ski entsprechend Ihrem Niveau, Ihrer Praxiserfahrung und Ihrem Budget nach ausgewählt. Super! Allerdings finden Sie sich nun vor einem Dilemma wieder: Welche Taille sollen Sie auswählen?

Die Taille der Skier ist ein fundamentales Kriterium. Einige Zentimeter mehr oder weniger können sich vehement auf das signifikante Fahrverhalten auswirken.

Ein zu kurzer Ski wird ein übersteuern. Es wird an Halt und Stabilität, ja sogar an Tragfähigkeit im Pulverschnee fehlen. Im Gegensatz dazu wird ein langer Ski weniger handlich sowie technisch und physisch anspruchsvoller sein.

 

Wir raten Ihnen davon ab, die Größe des Skifahrers zu nutzen, um die Taille der Skier zu wählen, da dieses oft getan wird. Das ist sicherlich praktisch (man vergleicht Zentimeter mit Zentimetern), doch dieses kann zu einer katastrophalen Wahl führen.

Erinnern Sie sich daran, dass der Hersteller zum Ziel hat, die Form der Skier den vorhergesehenen Proportionen des Skientwurfs anzupassen. Und da eine Vielzahl von Herstellern in der maschinellen Formänderung der Skier eingreifen, ist die Größe des Skifahrers sicherlich das kleinste Detail, das berücksichtigt wird.

Die perfekte Größe der Skier hängt mehr oder minder von mehreren unabhängigen  Kriterien ab. Diese werden in drei Kategorien unterteilt:

→ Die Aspekte des Designs

a. Die Kategorie der Skier:

Jede Kategorie verweist auf eine eigene Standardgröße. Schließlich beeinflusst diese vehement die Erwartungen gegenüber der Leistungsqualität der Skier (Tragfähigkeit bei Pulverschnee, Stabilität, Kurvenradius, etc.) bei jeglichem Fahrstil.

Folglich eine Auflistung der ungefähren Standardgrößen für einen männlichen Skifahrer durchschnittlicher Statur:

  • Slalomcarver: 165cm
  • Racecarver: 180cm
  • All Mountain: 180cm
  • Freeride: 180-185cm
  • Sportcarver: 165-180cm
  • Easycarver: 170cm
  • Tourenski: 165-180cm 

b. Die bevorzugte Größe der Hersteller

Die Hersteller haben eine "Standardgröße" für den Entwurf der Skier festgelegt. Im Allgemeinen lässt die "Referenzgröße" (gewisse Marken (z.B. Dynastar) kommunizieren diese systematisch) einen Eindruck der Standardgröße gewinnen, die einer durchschnittlichen Statur und einem technisch durchschnittlichen Niveau gemäß des Skiprogrammes entspricht.

Sobald die Standardgröße des Herstellers kommuniziert wurde, können Sie also guten Gewissens Ihre Auswahl treffen. Falls diese Information nicht gegeben sein sollte, können Sie stets die hier gegebene Standardgröße nutzen.

c. Die Steifheit der Skier

Im Allgemeinen beeinflusst die Länge den Einfluss der Steifheit und somit auch den Schwierigkeitsgrad der Verformung der Skier. Bei steifen Skiern empfehlen wir Ihnen die Wahl einer kürzeren Größe. Wiederum raten wir Ihnen bei flexiblen Skiern zu einem längeren Modell. Und wählen Sie vor allem stets ein längeres Modell, wenn Sie sich zwischen zwei Größen nicht entscheiden können.

d. Die Präsenz eines vorderen/ hinteren Rockers

Die Präsenz eines vorderen (und eventuell hinteren) Rockers, erhöht den Ski und vermindert die Kontaktfläche der Kante. Falls Ihnen ein Rocker wichtig sein sollte, sollten Sie Ihr Augenmerk auf die Wahl eines größeren Skiers werfen. Beachten Sie dabei vor allem die Skier der Freeride Modelle.

→ Die Aspekte der Verformung

e. Das Gewicht und die Größe des Skifahrers

Alle Skier sind so konzipiert, dass sie verformt werden können. Das Gewicht des Skifahrers ist daher ein wesentliches Kriterium (deutlich mehr als seine Größe!). Schwere Skifahrer wählen einen größeren Ski, leichtere Skifahrer ein kürzeres Modell.

f. Die Dynamik des Skifahrers

Die Dynamik des Skifahrers und die unterschiedlichen vertikalen (Druck/Entlastung) und horizontalen (Zentrifugalkraft) Beschleunigungen wirken als Multiplikator für den Gewichtsfaktor und erhöhen die Verformung des Skis. Je dynamischer der Skifahrer, desto vorteilhafter wird es sein, einen langen Ski zu wählen.

→ Die technische Praxis des Skifahrers

g. Das technische Niveau

Ein nicht allzu erfahrener Skifahrer wird einen kürzeren Ski wählen wollen, um sich die Drehungen, die Schwungeinleitung und eine leicht aufstützende oder sogar rutschende Fahrweise zu erleichtern. Im Gegenzug wird ein erfahrener Skifahrer längere Skier bevorzugen, die bei hoher Geschwindigkeit stabiler sind, sodass größere Neigungswinkel bei der Fahrt genommen werden können.

h. Die Vorlieben der Skifahrer

Skifahrer, die Geschwindigkeit, große Kurven und Pulverschnee lieben, bevorzugen einen längeren Ski. Diejenigen, die Buckelpiste, Wedeln und kleine Kurven bevorzugen, tendieren zur Wahl von kürzeren Skiern.